Gesundheitliche Folgen von Stress

Wird eine Situation oder das Verhalten einer Person als Bedrohung (für das Selbstwertgefühl oder das Wohlbefinden) eingeschätzt, kommt es schlagartig zu einer Aktivierung des Organismus. Infolge der Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin steigen u.a. Blutdruck, Herzfrequenz und Muskelspannung. Durch die Erhöhung des Blutzucker- und Blutfettspiegels werden die benötigten Energien zur Verfügung gestellt. Der gesamte Organismus wird auf diese Weise in Alarmbereitschaft versetzt.

Unsere Vorfahren konnten die für eine solche Aktivierung zur Verfügung gestellten Stoffe durch Kampf oder Flucht unmittelbar wieder abbauen. Ein solches Verhalten ist heutzutage jedoch in der Regel nicht angemessen. Dies ist der Grund, warum häufig stattfindende oder lang anhaltende Stresssituationen zu einem Problem werden. Es kommt zu einer lang anhaltenden oder dauerhaften Aktivierung. Aus einer zunächst erhöhten Aufmerksamkeit wird Nervosität, aus Anspannung Verspannung. Die Beschäftigten können sich schlechter konzentrieren und haben Probleme “abzuschalten”. Aus Daueranspannung resultiert Erschöpfung und Abgespanntheit. Sogenannter “chronischer Stress” führt langfristig zu funktionellen Störungen und Erkrankungen des Verdauungssystems, des Immunsystems, des Nervensystems oder des Herz-Kreislauf-Systems.

Stress hat aber nicht nur direkte, sondern über das Bewältigungsverhalten der Beschäftigten auch indirekte Auswirkungen auf die Gesundheit. Insbesondere bei chronischem Stress wird häufig versucht, durch verstärkten Konsum von Alkohol, Zigaretten, Medikamenten oder auch Nahrungsmitteln (insbesondere Süßigkeiten) die Anspannung zu reduzieren.

 

Betriebliche Folgen von Stress

Nicht nur die gestressten Mitarbeiter selbst, sondern auch die Unternehmen erleiden Nachteile durch die Folgen von Stress am Arbeitsplatz. Vorzeitige Ermüdung der Beschäftigten, Konzentrationsstörungen und Leistungsschwankungen wirken sich auf die Qualität der Arbeit aus; Konflikte an den Arbeitsplätzen nehmen deutlich zu. Auch Arbeitssicherheitsmaßnahmen werden häufiger vernachlässigt, was zu einem Anstieg von Unfällen führen kann. Erhöhte Krankenstände und Frühverrentungen verursachen den Unternehmen zusätzliche Kosten.

 

Wie reagiert der Körper auf Stress?

Das Grundprinzip der Reaktion bei „Gefahr“ ist die Bereitstellung aller verfügbaren Energie in die Muskulatur zur Höchstleistung bei „Flucht“ oder „Kampf“. Energie bedeutet möglichst viel  Sauerstoff und Glukose (Zucker) für die Arbeit der Muskelzellen.

 

Aber wo kommt diese Energie her?

Der Körper zieht die Energie dort ab wo diese bei Flucht oder Kampf nicht benötigt wird.

Wer vor einem angreifenden Tier oder Feind flieht benötigt in diesem Moment z.B. keine Verdauung:

  1. Die Durchblutung der Verdauungsorgane, (Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse) wird auf ein Minimum reduziert. Der Sauerstoff, transportiert durch die roten Blutkörperchen, wird zur Muskulatur umgeleitet.
  2. Das gleiche passiert mit der Durchblutung der Unterleibsorgane, der Genitalorgane.
  3. Das Großhirn als großer Energieverbraucher wird ebenfalls in weiten Teilen geringer durchblutet. (Jeder kennt diesen Effekt, dass einem z.B. im Prüfungsstress selbst einfache Dingen nicht mehr einfallen und … wenn die Prüfung vorüber ist und die Stresshormone abgebaut sind, dann alles wieder präsent  ist.)
  4. Um mehr sauerstoffreiches Blut zur Muskulatur zu pumpen wird gleichzeitig der Herzschlag und der Blutdruck erhöht.
  5. Das Blut wird mit zusätzlicher Energie, mit Blutzucker angereichert, d.h. der Blutzuckerpegel erhöht.
  6. Die Atmung wird beschleunigt, die Atemwege z.B. die Bronchen erweitert um mehr Sauerstoff aufnehmen zu können.
  7. Die Muskulatur wird eine Grundspannung versetzt, zur Vorbereitung schnellerer Fluchtreaktion.

Stress heute

Heute sind die Stresssituationen nicht nur wenige Minuten. Der berufliche Stress kombiniert mit vielen weiteren Stress auslösenden Situationen hält konstant über Monate oder sogar Jahre an.

Man muss kein Mediziner sein um sich vorzustellen, was für gravierende Auswirkungen eine lang andauernde auf ein Minimum reduzierte Durchblutung von Magen, Darm, der Bauchspeicheldrüse (für die Verdauung oder Insulin-Produktion) und der Genitalorgane bewirkt. Eine reduzierte Durchblutung verschiedener Organe bringt automatisch auch weniger Abwehrzellen (Weiße Blutkörperchen + Antikörper) in diesen Bereich.

Eine geringere Durchblutung im Gehirn hat einen negativen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit, das Erinnerungsvermögen und die Leistungsfähigkeit. 

Das gesamte Hormondrüsensystem wird beeinflusst sowie das ganze vegetative Nervensystem. Es wird vermehrt Adrenalin und Noradrenalin ins Blut ausgeschüttet.

 

Mögliche Auswirkungen von chronischer Stressbelastung:

Körperlich:

  • Der Blutdruck und Herzschlag steigt an
  • Herz-/Kreislauferkrankungen
  • Ständige Erregung des Sympathikus
  • Die Atmung wird schneller und flacher, die Bronchien erweitern sich
  • Die Muskulatur wird stärker durchblutet und angespannt
  • Schmerzen und Verspannungen im Rücken und Nacken, Kopfschmerzen
  • Magenbeschwerden bis hin zum Magengeschwür
  • Verminderte Magen-Darm-Aktivität
  • Erhöhter Zuckerspiegel, Insulinresistenz und damit Diabetes
  • Ohrensausen, Gehörsturz
  • Herabgesetzte Immunkompetenz, erhöhte Infekt-Anfälligkeit
  • herabgesetzte Sexualfunktionen und vermindertes Interesse
  • Die Gerinnungsfähigkeit des Blutes wird erhöht
    (um bei etwaigen Verletzungen weniger Blut zu verlieren)
  • Die Hautspannung verändert sich

Geistig, Seelisch, Mental:

  • Ruhe- und Rastlosigkeit, Nervosität
  • Schlafstörungen, z.B. Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, Ausschlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Denkblockaden, Wortfindungsprobleme
  • Nägelkauen, Zähneknirschen, Schluckbeschwerden
  • Ruhe- und Rastlosigkeit, Nervosität
  • chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • intensivere Reaktionen z.B. Ängstlichkeit, Frustration, Sorgen, Depression,
  • aber auch Ärger und Wut, gereizt und aggressiv sein

Wer nicht rechtzeitig dem Stress entgegenwirkt, dem droht das Burnout.


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